„Auf das Leben“ – Traditionelle Osterfeier

Mehr als 30 Mitstreiter der Europäische Aktion und Sympathisanten der traditionellen Kulturpflege trafen sich am „Grünen Donnerstag“ im Norden des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Es wurde bewusst dieser Tag gewählt, um einen Gegenpol zur christlich-liberal-dekadenten Spaß- und Konsumgesellschaft zu bilden. Wie die übrigen Feste im Jahreslauf unserer Vorfahren, wurde auch das Ostarafest im Zuge von Christianisierung, Globalisierung und einem kollektiven Vergötzen materieller Güter seines lebensbejahenden Charakters beraubt.
Ostara – das im Frühling begangene Jahreszeitenfest als Ausdruck des erwachenden, werdenden Lebens. Das Osterfest dieser Tage ist eine reine Konsumveranstaltung und ein fester Bestandteil im profitorientierten und auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Geschäftsmodell des Kapitalismus. Die Regale in den Supermärkten sind vollgestopft mit industriell angefertigten Verbrauchs- und Wegwerfartikel. Doch wer kennt denn noch die eigentliche Bedeutung von Osterhasen und Eiern als Symbole der Fruchtbarkeit? Wer bemalt die Eier noch selber mit seinen Kindern?
Wem ist der alte Brauch des Osterwasserschöpfens noch geläufig? Unsere Zeit ist laut und schnelllebig. Die Menschen dieser Zeit sind so konditioniert, dass sie Wohlstand und Luxus mit Glück verwechseln, Hedonisten also. Trotz überdimensional materieller Sättigung nimmt auch die Zahl derjenigen stetig zu, die unter den heutigen Verhältnissen leiden. Depressionen, Unzufriedenheit, Tristesse und soziale Isolation halten vermehrt Einzug. Das einseitige Streben nach Geld und materiellem Überfluss macht eben nicht glücklich. Die wahren Glücksgmomente lassen sich bekanntlich nicht kaufen, sondern müssen von einem innerlich reichen Geistesleben erzeugt werden. Geist und Seele sind die wichtisten Stützpfeiler für ein glückliches und frohsinniges Leben.
Die beste Medizin gegen seelische Erkrankung ist es, dem Zeitgeist der Moderne zu entfliehen, zur inneren Einkehr zu gelangen und die Sinne für die wahre Ästhetik unseres geistig-kulturellen Erbes zu öffnen.

Die materialistisch-reduktionistische Denkweise ist das Gift, das Körper, Geist und Umwelt immer mehr durchdringt und zu einer kollektiven Abkehr von allem Wahren, Schönen und Guten führt. Sie ist ein Angriff auf unsere Kultur und unser aller Dasein. Die Gleichschaltung aller Kulturen und Individuen ist ein Kernelement bei der Schaffung einer ökonomisch gesteuerten „Einheitswelt“ unter dem Diktat des internationalen Finanzkapitals.
Dabei ist Kultur der lebendige Ausdruck für die Seele eines Volkes. Sie ist das Tor zur Vergangenheit, Spiegel der Gegenwart und der Schlüssel zu einer sicheren und friedlichen Zukunft. Ohne Kultur verdirbt und verroht eine Gesellschaft, bevor sie untergeht. Die Geschichte des antiken Roms sollte uns hierbei mahnendes Beispiel sein. Umso essentieller ist es, seine eigene Kultur zu pflegen, andere Kulturen zu achten und einen fruchtbaren Austausch der Kulturen zu unterstützen. Jede Kultur ist einzigartig, individuell und dem Wesen des jeweiligen Volkes und dessen Lebensraum angepasst. Erst die Vielfalt der Kulturen und Völker lässt unsere Welt in ihrer Farbenpracht erblühen. Eine auf allen Ebenen herunternivellierte und gleichgeschaltete Welteinheitszivilisation, ohne ethnisch-kulturelle Diversität, gleicht einer Frühlingswiese, die nicht in bunter Vielfalt floriert, sondern als monokulturelle Wüste daherkommt. Artenvielfalt ist nicht nur in der Pflanzen- und Tierwelt wünschenswert, sondern auch beim Menschen.
Jedes Volk hat ein Recht auf Selbstbestimmung, ein Recht auf Heimat und ein Recht auf Kultur. All diese Forderungen sind Bestandteil des Rechts auf Leben! Die egalitaristische Gleichheitsdoktrin der Gegenwart negiert die Differenzierung der Menschen in Völker und Rassen, was ein Verstoß gegen die irdisch-kausalen Lebensgesetze der natürlichen Schöpfung darstellt.

Aktiv gelebte, arteigene Brauchtums- und Traditionspflege nimmt eine zentrale Rolle im Überlebenskampf der sich im Untergang befindlichen Völker Europas ein. Dabei geht es nicht, wie Gustav Mahler einmal treffend formulierte, um die Anbetung von Asche, sondern um die Weitergabe des Feuers an die nächste Generation. Die Europäische Aktion hat sich die Notwendigkeit aktiven Kulturbrauchtums in Ziel 7 nicht nur als Lippenbekenntnis auf ihre Fahnen geschrieben, sondern sie lebt diese auch aktiv. Ganz in diesem Sinne traten beim heurigen Ostarafest in Sachsen-Anhalt junge Menschen zusammen, um im Feuerschein gemeinsam unser urgermanisches und arteigenes Ostarafest zu leben, den alten Brauch zu praktizieren, gemeinsam das Brot zu brechen, gemeinsam zu singen und gemeinsam ein Zeichen für das Leben und den Fortbestand der deutschen Kultur zu setzen.